Labor Day Long

Die Idee:

Am ersten Montag im September feiern die US-Amerikaner ihren „Labor Day“ (Tag der Arbeit). Dieser gesetzliche Feiertag existiert seit 1894 und stellt traditionell das Ende der Sommerferien dar.

Die Idee ist wie immer sehr einfach. Ich nutze einen saisonalen Effekt und kaufe drei Handelstage vor dem Labor Day den S&P 500. Der Feiertag ist immer an einem Montag. Ich gehe also am Mittwoch der Vorwoche den S&P 500 long und halte die Position bis zum Freitagabend vor dem Labor Day. Es ist kein Stop Loss und kein Take Profit vorgesehen.

Das Ergebnis der Strategie ab dem 01.01.1951:
long-labor-day Warum es funktioniert:

Für viele US-Amerikaner bedeutet der Labor Day das Ende des Sommers, der Ferien und der Reisesaison. Finanzielle Mittel, die während des Urlaubs nicht ausgegeben wurden, fließen jetzt in den Aktienmarkt. Diese Nachfrage nach Aktien treibt entsprechend die Kurse nach oben. Fondsmanager und andere Finanzprofis eskomptieren dieses Verhalten und verstärken es. Sie kommen nach Ihrem Urlaub wieder ins Büro und investieren ihre überflüssige Kasse, die sich während ihrer Abwesenheit angesammelt hat. Diese Effekte führen in Summe dazu, dass Mittel in den amerikanischen Aktienmarkt fließen und die Wahrscheinlichkeit für steigende Aktienkurse gegeben ist.

Gut:

  • Sehr einfaches System
  • Psychologisch leicht umzusetzen, weil zu festgelegten Zeiten gehandelt wird
  • Hohe Liquidität im Future
  • Geringe Transaktionskosten
  • Funktioniert in verschiedenen Aktienmärkten (weltweit)
  • Funktioniert auch in Bärenmärkten

Schlecht:

  • Nur ein Trade im Jahr

Interessant:

  • Wenn man die Position nicht am Freitagabend schließt, sondern erst am Dienstagmorgen, bringt es keinen Mehrertrag
  • Ein Short direkt nach dem Labor Day bringt ebenfalls keinen Mehrertrag
  • Strategie funktioniert trotz des saisonal schwachen Aktienmarktes während der Monate August und September gut
  • Der durchschnittliche Gewinn pro Trade ist mit 50 Basispunkten deutlich höher als der durchschnittliche Verlust pro Trade von 22 Basispunkten